Auf Drahtwalzstraßen aus Vorblöcken oder Knüppeln gewalztes Erzeugnis in beliebiger Querschnittsform, das je nach der Analyse des Ausgangswerkstoffs als unlegierter oder legierter
W. bezeichnet wird. Nach den deutschen Normen bezeichnet man als
W. ein Erzeugnis, das im warmen Zustand unmittelbar von den Walzen aus in Ringen regellos aufgehaspelt wird.
W. kann runden oder profilierten Querschnitt haben. Der durch Walzen herstellbare Draht kann bis auf Durchmesser von 5 mm reduziert werden. Noch dünnere Querschnitte erhält man durch anschließende Kaltumformung (
Drahtziehen). Die Maße für
W. aus allen Stählen sind in DIN EN 10016 (außer
W. für Schrauben, Muttern und Niete = DIN EN 10263-1 bis 5) genormt. Für
W. zum Kaltziehen gilt DIN EN 10016-1 bis 4. Für
W. aus Qualitäts- und Edelstahlen gelten die entsprechenden Güte-Normen (z. B. DIN EN 10083, DIN EN 10084, DIN EN 10088). Die genannten Maßnormen gelten für Rund-, Vierkant-, Sechskant-, Halbrund- und Flach-Querschnitte. Walzdraht aus
Betonstahlsorten ist Vormaterial für
Bewehrungsstahl in Ringen
KR und
WR.