Die meisten Stoffe dehnen sich bei Erwärmung aus und schwinden bei Abkühlung. Die Wärmeausdehnung eines Stoffes wird durch seine Wärmeausdehnungszahl (Ausdehnungsbeiwert oder Längenausdehnungsquotient a) gekennzeichnet. Der Längenausdehnungsquotient eines Stoffes gibt die auf die Anfangslänge bezogene Längenänderung pro l Kelvin (
Kelvin) Temperaturänderung an. Nachfolgend einige Werkstoffkennwerte: Stahl 0,000012, Beton 0,000012. Beispiel: l m Stahlrohr wird von 0° C auf 100° C erwärmt. Die Längenzunahme beträgt 1,2 mm (Ausgangslänge mal Längenausdehnungsquotient mal Temperaturdifferenz).
Rohrleitungen für heiße Medien müssen Dehnungsausgleicher erhalten. Beim geschweißten Schienenstrang wirkt sich die verhinderte Dehnung als Druckspannung in der Schiene aus. Bei Gußteilen ist die
W. die Ursache der Schrumpfung und Schwindung, bei geschweißten Bauteilen verursacht sie Spannungen. Praktisch genutzt wird sie beim Aufschrumpfen von Fügeteilen. (
Thermische Ausdehnung)