Feinbleche aus weichen, unlegierten Stählen zum Kaltumformen in Güten nach DIN EN 10130 (bisher DIN 1623-1) in vier unlegierten (mit niedrigen C-Gehalten zwischen 0,06 und 0,12 %) und einer legierten Qualitätsstahlsorte (mit nur 0,02 % C und Ti-legiert). Sie sind gekennzeichnet durch hohen Reinheitsgrad, üblicherweise nach dem Glühen kalt nachgewalzt (dressiert), geeignete Oberflächenbeschaffenheit und gleichmäßiges Gefüge.
Oberflächenart A: Poren, kleine Riefen, kleine Warzen, leichte Kratzer, leichte Verfärbung sind zulässig, wenn die Eignung zum Umformen und Haftung von Oberflächenbezügen nicht beeinträchtigt wird. Oberflächenart B: Die bessere Seite muß so fehlerfrei sein, daß einheitliches Aussehen einer Qualitätslackierung oder eines elektrolytisch aufgebrachten Überzugs nicht beeinträchtigt wird; die andere Seite muß mindestens den Anforderungen der Oberflächenart A entsprechen. Die Oberflächenausführung kann rauh, matt, glatt oder besonders glatt mit festgelegten Mittenrauhwerten sein.
Die Neigung zu
Fließfiguren nimmt einige Zeit nach dem Kaltwalzen zu. Die Erzeugnisse sollten alsbald nach der Auslieferung verarbeitet werden. Lediglich der legierte Stahl ist frei von Fließfiguren.
Auch legierte Stähle können gute Tiefzieheigenschaften besitzen. Die austenitischen nichtrostenden Stähle besitzen sehr gute Tiefziehfähigkeit.
Isotroper Stahl.