Bei Blechen und Bändern zur Feststellung der
Tiefzieheignung angewendetes Verfahren nach Erichsen. Im Gegensatz zum Zugversuch liegt hier ein zweiachsiger Spannungszustand vor. Auch sind höhere Umformgrade erreichbar. Ein 0,2 - 2 mm dicker Blechstreifen wird fest über eine Matrize eingespannt. Ein Stempel mit polierter Stahlkugel beult die Probe bis zum Anriß aus. Der zurückgelegte Stempelweg zum Zeitpunkt des Anrisses liefert die sog. Erichsen-Tiefung, ein Maß für die Streckziehfähigkeit des Werkstoffs. Die Form des Risses gibt zudem Aufschluß über das Vorliegen einer Textur (geradliniger Riß) oder die Art der Walzung in Längs- und Querrichtung (kreisförmiger Riß bei Gleichmäßigkeit); genarbte Oberfläche "Orangenhaut" im tiefgezogenen Bereich deutet auf grobkörniges Gefüge.