Zur Herstellung von Schrauben und Muttern bestimmter Stahl mit guter Verarbeitbarkeit auf automatisch arbeitenden Maschinen und dem Verwendungszweck angepaßten bzw. ausreichenden Festigkeitseigenschaften. Die Herstellung von Schrauben und Muttern geschieht überwiegend durch Kaltumformung; nur in großen Abmessungen kommen Warmformung und in Ausnahmen spanende Bearbeitung in Frage. Abmessungen bis 36 mm Durchmesser werden im allgemeinen vom Ring verarbeitet. Dabei werden Schraubenköpfe durch Querschnittsvergrößerung (Stauchen), Schäfte durch Querschnittsverringerung (Reduzieren und Fließpressen) geformt. Gewinde werden in aller Regel ebenfalls spanlos durch Gewindewalzen oder -rollen geformt. Muttern werden in mehreren Stufen ebenfalls kaltgeformt.
Für Schrauben und Muttern gelten im wesentlichen die Normen DIN EN ISO 898 (Mechanische Eigenschaften für Schrauben und Muttern). Darin sind die einzusetzenden Werkstoffe festgelegt. Die mechanischen Eigenschaften der Schrauben und Muttern werden durch zehn Festigkeitsklassen beschrieben. Diese werden zum Teil durch Kaltverfestigung beim Kaltumformen, zum andern durch Vergüten erreicht.
Gütenormen:
DIN 17111 Kohlenstoffarme unlegierte Stähle
DIN EN 10263-1 Kaltstauch- und Kaltfließpreßstähle
DIN EN 10087 Automatenstahl
DIN EN 10016-1 Walzdraht
DIN EN 10084 Einsatzstähle
DIN EN 10269 Warmfeste und hochwarmfeste Werkstoffe für Schauben und Muttern
DIN EN 10083 Vergütungsstähle