Schmierstoff 
Zur Minderung der Verluste durch Reibung und Verschleiß sowie zur Erleichterung der Kalt- und Warmformung eingesetzte Stoffe. Sie geben zusätzlich Korrosionsschutz und übernehmen Aufgaben der Kraftübertragung in Hydrauliksystemen. Eine primäre Forderung an die Schmierstoffe ist die Herabsetzung der Bearbeitungskosten durch Reduzierung des Werkzeugverschleißes und die Verbesserung der Oberflächengüte der gefertigten Werkstücke. Daneben kommt dem Sch. die Aufgabe der Späneabfuhr und der Systemkühlung zu.

Es werden Öle, Emulsionen, Fette und Festschmierstoffe angewandt.

Das bedeutendste Anwendungsgebiet der Öle und Emulsionen ist die spanende Formung. Beste Oberflächengüte erzielt man mit Schneidölen, größte Kühlwirkung mit den emulgierbaren Bohrölen. Beiden Forderungen werden sogen. Kühlschmiermittel gerecht, denen oftmals Additive zugesetzt werden. Wichtigste Kenngröße der Flüssigschmiermittel ist die Viscosität (viscos (lat.) = zähflüssig), ein Maß für die innere Reibung der Flüssigkeit.

Schmierfette entstehen beim Verseifen der Öle. Man setzt sie dort ein, wo vom Schmiermittel Dauerwirkung, Abdichtung und Haftfähigkeit verlangt werden.

Festschmierstoffe (Glaspulver, Graphit, Molybdändisulfid) werden bei hohen Temperaturen, großen Flächenpressungen und kleinen Gleitgeschwindigkeiten gebraucht.
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