Schmelzreduktion 
ist der Oberbegriff für eine Verfahrensgruppe zur Eisenerzeugung. Grundsätzlich läßt sich mit der Schmelzreduktion flüssiges Eisen ohne Einsatz von Koks erzeugen. Sie eignet sich - wie die Direktreduktion - besonders für Ministahlwerke.
Abgesehen vom Corex-Prozeß zur Verarbeitung von Stückerz befinden sich die anderen Verfahren zur Feinerzreduktion noch im Pilot- bzw. Demonstrationsstadium. Sie lassen sich in zwei Kategorien einteilen: 1. Eisenbadreaktoren, die vorreduziertes Erz mit Kohle und Sauerstoff schmelzen und fertigreduzieren. 2. Einschmelzvergaser wie Corex. Im ersten Schritt wird das Stückerz zu Eisenschwamm reduziert, im zweiten dann eingeschmolzen. Hierbei kommen Kohle und Sauerstoff zum Einsatz. Das Corex-Verfahren liefert zudem ein Exportgas, das sich entweder innerhalb des Hüttenwerkes selbst, zur externen Stromversorgung oder für eine nachgeschaltete Direktreduktionsanlage nutzen läßt. Weiterentwicklungen des Corexverfahrens gestatten den Einsatz von Feinerz und Hüttenwerksreststäuben (durch eine vorgeschaltete stationäre Wirbelschicht) oder auch den partiellen Ersatz von Kohle durch organische bzw. polymere Substanzen (Recycling).
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