Im Internationalen Eisenbahnverband UIC sind vier Stahlsorten genormt: Güte 700, 900 A, 900 B und 1100, wobei Zahlenangaben etwa der Mindestzugfestigkeit entsprechen. Nach EN 10027-1 werden die Sortenbezeichnungen (R= Stähle für Schienen) künftig R 0700, R0900, R0900Mn und R HOOCr lauten. Darüber hinaus gibt es noch R0550, R600, R800 sowie für Stromschienen R0290. Bei den Sorten 900 B und 1100 handelt es sich um relativ verschleißfeste Sorten, die im walzharten (naturharten) Zustand eingesetzt werden, im Betrieb jedoch in der Fahrfläche eine Kaltverfestigung annehmen. Damit ist das Optimum an Festigkeit bei naturharten Schienen erreicht. Für besondere Ansprüche bieten sich kopfgehärtete
Vignol- und
Rillenschienen an. Weil sich die Schienen sehr komplexen Anforderungen anpassen müssen, werden zwischen Hersteller und Verwender häufig individuelle Modifizierungen abgesprochen, die wegen der ohnehin jeweils vorgesehenen Abnahmebedingungen ohne Probleme realisierbar sind.