Patentieren 
nennt man die Erzeugung von feinlamellarem Perlitgefüge in Walzdraht. Niedriglegierte, weitgehend eutektoidische Stahlsorten lassen sich isothermisch umwandeln. Der Draht erhält durch diese Wärmebehandlung hohe Festigkeit und Ziehfähigkeit. Beim Tauch-P. wird ein Drahtbund behandelt; beim Durchlauf-P. laufen die abgewickelten Drähte in mehreren Adern nebeneinander durch die Wärmebehandlung. Das Erwärmen über den Umwandlungspunkt kann in gasbeheizten Öfen oder mit Widerstandserwärmung geschehen. Das Abkühlen erfolgt im Bleibad bei 500 °C oder auch an Luft (Luftpatentieren). Der feine Perlit stellt ein günstiges Ausgangsgefüge für weitere Umformzüge dar. Bei Mehrfachzügen wird auch das P. in Abständen wiederholt. Erfinder: William Smith um 1870. Das sorgsam gehütete "Patent" hat die Namensgebung bestimmt.
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