Anreichern der Randschicht eines Werkstücks mit Stickstoff. Je nachdem, welche Bedingungen man für diese thermochemische Behandlung auswählt, und je nach Werkstoff bildet sich entweder ein Diffusionsschicht oder eine Verbindungs- und Diffusionsschicht. Nach dem verwendeten Nitriermittel unterscheidet man Gas- oder Plasmanitrieren. Durch Nitrieren erreicht man eine höhere Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit des Werkstücks. Neben einer Härtesteigerung bringt das
N. eine bessere Dauerschwingfestigkeit mit sich. Zum Nitrieren eignen sich im allgemeinen Stähle mit weniger als 1,5 % Al (Massengehalte); bei austenitischen Sorten ist darauf zu achten, daß es zu einer Chromverarmung der Matrix kommen kann (die Korrosionsbeständigkeit sinkt).