Magnetische Stahlwerkstoffe 
Außer Nickel und Kobalt ist Eisen der einzige Werkstoff, der sich durch Anlegen eines elektrischen Feldes magnetisieren läßt. Im Eisengitter sind winzige Mikromagnete enthalten, die bei hohen Temperaturen und im Austenitgebiet regellos in alle Richtungen "streuen", jedoch magnetisch erst nach außen wirksam werden, wenn sie durch ein elektrisches Feld in die gleiche Richtung parallel ausgerichtet werden. Sobald das elektrische Feld ausgeschaltet wird, kehren die Mikromagnete wieder in ihren regellosen Zustand zurück, und der Magnetismus geht wieder verloren. Man spricht vom weichmagnetischen Stahl. (Theoretisch wäre reines Eisen hier am geeignetsten, ist aber mechanisch zu weich und würde zu hohe Wirbelstromverluste bedeuten.) Von den magnetischen Stahlwerkstoffen hat er die größte Bedeutung als Elektroblech. Feinbleche, zu festen Paketen gepreßt, bilden die magnetischen Kerne in Elektromotoren, Transformatoren, Generatoren u. a. Geräten.

Durch Gitterstörungen, wie sie z.B. durch Legierung oder Kaltverformung eintreten, wird die Magnetisierung erschwert, so daß größere Feldstärken benötigt werden, aber der Magnetismus erhalten bleibt; man spricht von hartmagnetischem oder Dauermagnet-Stahl. Maßgebend DIN IEC 60404-8-1 (sehr spröde, deshalb nur gießbare AlNiCo-Verbindungen mit Eisen und keramische Dauermagnetwerkstoffe). Im Unterschied dazu: Nichtmagnetisierbarer Stahl.
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