nennt man alle Verbindungen vom Typ AB2. Es handelt sich um Phasen hoher Raumerfüllung, deren Bildung weder die Wertigkeiten der Elemente noch die Hume-Rothery-Regel beachtet. Laves-Phasen bilden sich, wenn die Partner eine gewisse, aber schwache Affinität zueinander besitzen, die Elemente ein günstiges Radienverhältnis (¾) aufweisen und das Bestreben nach Raumerfüllung groß ist (wie es bei Metallen der Fall ist). Laves-Phasen sind - wie alle intermetallischen Phasen - unerwünscht, da sie versprödend wirken, also die Zähigkeit herabsetzen. Diese hexagonale intermetallische Phase tritt hauptsächlich infolge erhöhter Mo-Zugaben zu nicht stabilisierten Cr-Ni-Stählen bei höheren Temperaturen auf. Deshalb sollte der Mo-Gehalt in Cr-Ni-Mo-Stählen ein für die Kriechfestigkeit erforderliches Minimum nicht überschreiten.