ist die Schlagarbeit, die im
Kerbschlagbiegeversuch verbraucht wurde, um eine gekerbte Probe durchzuschlagen. Ihre Einheit ist J. Sie hängt von der Temperatur T ab. Der Auftragung der
K. über der Temperatur - AV-T-Kurve - zeigt einen charakteristischen S-förmigen Verlauf. Man unterscheidet drei Bereiche: Die Tieflage steht für sprödes Bruchverhalten bei tiefen Temperaturen; die Hochlage kennzeichnet duktiles Bruchverhalten bei Raumtemperatur. Der Übergang dazwischen, der sogenannte Steilabfall, ist quasi Synonym für Mischbrüche. Je nach Stahlsorte besitzt er eine unterschiedliche Steigung. Bei unlegierten Stählen fällt er relativ steil aus und liegt in der Nähe des Nullpunkts. Bei mit Nickel legierten und austenitischen Sorten verläuft der Übergangsbereich dagegen flach, so daß auch noch bei den Temperaturen der Kältetechnik hinreichende Zähigkeit gewährleistet ist.