Kaltrißempfindlichkeit 
Legierungselemente, die im Stahl hohe Durchhärtung erzielen, können die Schweißbarkeit herabsetzen. Es kommt zur Aufhärtung der Wärmeeinflußzone (WEZ). Bei zu hoher Aufhärtung können Schrumpfungen beim Schweißen nicht aufgefangen werden, es entstehen Risse. Daher sind Legierungselemente, welche die kritische Abkühlungsgeschwindigkeit herabsetzen, bei umwandelnden Stählen nur begrenzt zugelassen. Ein Maß für die Aufhärtungsneigung durch Legierungselemente ist das Kohlenstoffäquivalent. Allgemein kann festgehalten werden, daß Stähle mit einer Härte unterhalb von 350 HV keine Risse zeigen, unterhalb von 250 HV spricht man von einer betriebssicheren Schweißverbindung. Schweißtechnische Maßnahmen können die Kaltrißsicherheit erhöhen. Hierzu zählen: die Vermeidung von Abkühlungsgeschwindigkeiten ie größer sind als die kritische Abkühlungsgeschwindigkeit; Vorwärmen des Grundwerkstoffs vor dem Schweißen; Erhöhung des Wärmeeinbringens beim Schweißen oder auch eine untere Begrenzung der Streckenenergie. Zur Prüfung der Kaltrißempfindlichkeit stehen mehrere Methoden zur Verfügung, darunter der CTS-Test, Tekken-Test, Implant-Test. Für C-Mn-Si-Stähle, die im Stahlbau, Druckbehälter- oder Dampfkesselbau zum Einsatz kommen, werden keine besonderen Kaltrißprüfungen vorgeschrieben.
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