Ein nicht exaktes Kurzwort (nicht genormt), mit dem bisher vor allem höherfeste schweißgeeignete Feinkornbaustähle gemeint sind. Deren Entwicklung begann vor einigen Jahrzehnten mit der Sorte St 52-3, bei der es gelang, einen Stahl mit nur max. 0,22 % C zu schaffen, der gut schweißbar war und trotzdem eine Zugfestigkeit von 520 bis 620 N/mm
² sowie eine Streckgrenze von 350 N/mm² brachte. Diese Werte wurden durch leicht erhöhte Mn- und Si-Gehalte und Desoxidation mit mind. 0,22 % AI erreicht. Das bedeutete feinkörnige Erstarrung und damit hohe Zähigkeit. Gleichwertige Zusätze von Ti, Nb oder V führen zu gleichen Ergebnissen.
Konsequente Weiterentwicklung sind die schweißgeeignete Feinkornbaustähle, die in warmgewalzter Version in DIN EN 10025-1 genormt sind und deren Streckgrenze bis mind. 460 N/mm
2 reicht. Sie werden in normalgeglühtem oder gleichwertigem Zustand (normalisierend gewalzt, kontrolliert abgekühlt) geliefert. Bei beschleunigter Abkühlung aus der Verformungswärme wirken auch sogenannte Carbonitride aushärtend.
Kaltgewalzte Erzeugnisse sind bisher noch nicht genormt. Es liegt hierzu das Stahl-Eisen-Werkstoffblatt SEW 093 - Kaltgewalztes Band und Blech mit höherer Streckgrenze zum Kaltumformen aus mikrolegierten Stählen - mit den Sorten ZStE260 bis 420 vor, ferner SEW 094 -Kaltgewalztes Band und Blech mit höherer Streckgrenze zum Kaltumformen aus phosphorlegierten Stählen sowie aus Stählen mit zusätzlicher Verfestigung nach Wärmeinwirkung (Bakehardening) - mit den Sorten ZStE220P bis 300P sowie ZSU80BH bis 300B
H. Mikrolegierter Stahl,
Phosphorlegierter Stahl,
Bakehardening-Stahl.