Man unterscheidet statische und dynamische Verfahren zur Härtemessung. Alle beruhen auf dem gleichen Prinzip: Ein Eindringkörper wird stetig mit bestimmter Prüfkraft in den Werkstoff eingedrückt. Die örtliche Verformung - die sich aus dem plastischen und dem elastischen Anteil zusammensetzt - wird gemessen. Die statischen Messungen erfassen jedoch nur den plastischen Verformungsanteil. Je nach Größe der Prüfkraft unterscheidet man: Makro- (Prüfkraft F > 30 N), Kleinlast- (2 - 30 N) und Mikrohärte (< 0,5N). Zu den statischen Härteprüfverfahren gehören die Härtemessung nach
Brinell,
Vickers oder
Rockwell. Bei den dynamischen Verfahren (
Shorehärte- oder Pendelhammer-Methode,
Schlaghärteprüfung) wird der Eindringkörper mit einer kinetischen Energie aus einem definierten Abstand in das Prüfteil gestoßen. Auf diese Weise werden Rohre, Turbinenwellen oder Schmiedestücke geprüft.
Für den Vergleich der Ergebnisse, die nach verschiedenen Verfahren gewonnen wurden, stehen in DIN EN ISO 18265 Tabellen zur Verfügung.