
Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung geschweißter Rohre, benannt nach seinen amerikanischen Erfindern. Auf den Fretz-Moon-Straßen werden Rohre von 13,5 bis 88,9 mm hergestellt. Ausgangswerkstoff ist zu Ringen aufgehaspelter Bandstahl. Durch einen Enden-Schweißautomaten werden die Bandenden elektrisch zusammengeschweißt, so daß ein endloses Band entsteht. In einem Durchlaufofen wird das Band auf Schweißtemperatur erwärmt. Nach dem Austreten des Bandes aus dem Ofen formt ein Walzenpaar das Schlitzrohr. Das zweite Walzenpaar (Schweißwalzen) preßt die Kanten des Schlitzrohres mit Druck gegeneinander und bewirkt dadurch den Schweißvorgang. Anschließend erfolgen das Teilen durch eine Wannsäge, das Entgraten der Rohrenden und die Innendruckprüfung. Der Rohrstrang kann auch endlos in einem nachgeschalteten Streckreduzierwalzwerk in gleicher Hitze auf kleinere Abmessungen heruntergewalzt werden. Rohre, die verzinkt werden sollen, durchlaufen nach der Innendruckprüfung zunächst ein Säurebad (Beize) und dann die Verzinkerei. Die neueren Fretz-Moon-Straßen verarbeiten Röhrenstreifen von einheitlich 280 mm Breite. Das vom Schweißwalzwerk daraus hergestellte Rohr entspricht dem Vorprodukt eines 2"-Rohres. Im Streckreduzierwalzwerk wird nun die Abmessung 2" auf kleinere Dimensionen reduziert. Außer der Reduzierung der Wanddicke ist im Streckreduzierwalzwerk durch Einstellen der entsprechenden Walzengeschwindigkeit auch ein Anstauchen möglich, so daß unterschiedliche Wanddicken erzielt werden können. Hinter dem Streckreduzierwalzwerk ist eine zweite rotierende Säge eingebaut, die den endlosen Rohrstrang zerteilt. Die Einzellängen laufen über Kühlbetten zur Adjustage.