Ferrit 
Metallographische Bezeichnung des krz a-Mischkristalls (Eisen-Kohlenstoff-Diagramm), in dessen Gitter Kohlenstoff interstitiell gelöst ist. Seine maximale Kohlenstofflöslichkeit beträgt nur 0,02 %. Ferrit tritt bei untereutektoiden Stählen auf, läßt sich legieren (legierter Stahl) und ist bis 769°C ferromagnetisch. Rein ferritisches Gefüge besitzt geringe Festigkeit, aber hohe Duktilität. Durch Zulegieren von Si oder Cr erhält es besondere Eigenschaften (Elektrobleche). Neben massivem und Korngrenzenferrit kann es bei Kohlenstoffgehalten zwischen 0,2 und 0,4 % infolge schneller Abkühlung von hohen Temperaturen zur Bildung von sog. Widmannstätten´schem Ferrit kommen. Dieses spröde Gefüge tritt bevorzugt in Gußgefügen und nach dem Schweißen auf.
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