Er dient zur Untersuchung der Sprödbruchsicherheit ferritischer Stähle mit einer Mindestdicke von 13 mm (SEP 1325). In Oberflächenmitte erhalten Dreipunktbiegeproben mit rechteckigem Querschnitt eine Schweißraupe, die in Zugrichtung orientiert wird. Auf diese Raupe läßt man eine Masse frei herabfallen, so daß Sprödbruch - innerhalb der vorgeschriebenen Gesamtdurchbiegung - auftritt. Nun ist festzustellen, ob sich der Riß bis zu einer der oder beiden Seitenflächen der Probe ausgebreitet hat (dann gilt die Probe als gebrochen), oder ob er vorher aufgefangen wurde. Einen Kennwert für das Rißauffangverhalten stellt die NDT-Temperatur dar (nil ductility transition, bedeutet etwa: kein zäher Übergang). Ziel dieses Versuches ist entweder die Ermittlung der NDT-Temperatur oder der Nachweis, wie sich die NDT-Temperatur im Vergleich zu einer bestimmten Temperatur verhält.