Schwefel (S) gelangt durch Koks, Heizgase und Zuschläge in das Roheisen. Abgesehen von einigen besonderen Anwendungen (kurz abbrechender Span beim
Automatenstahl) ist S ein schädliches Begleitelement (
Rotbruch), das es zu entfernen gilt. Entschwefelung kann grundsätzlich über die Gasphase, durch Diffusionsausgleich mit einem im Eisen gelösten Metall (Ce, Ca, Mg, Na, Mn) oder über die Schlacke erfolgen. Im Betrieb gibt es zwei Möglichkeiten: l. Entschwefelung von Roheisen mit CaO, Soda oder Mn (im Roheisenmischer); 2. Entschwefelung bei der Stahlherstellung (im Sauerstoffblaskonverter, im basischen Elektrolichtbogenofen während der Frischperiode)