verleiht Stahlbauteilen eine höhere Härte in der Randschicht und verbessert so die mechanischen Eigenschaften der entsprechend behandelten Werkstücke. Beim
E. wird die Randschicht zunächst aufgekohlt. Zusätzlich kann aufgestickt werden, man spricht von Carbonitrieren. Erhöhte Randschicht-Stickstoffgehalte verbessern die Härtbarkeit und verleihen dem gehärteten Werkstoff höhere Anlaßbeständigkeit. Im Anschluß daran erfolgt die Härte erzeugende Wärmebehandlung (
Härten). Einsatzhärten ist also ein Randschichthärten mit vorausgegangener Anreicherung der Oberfläche mit Kohlenstoff und/oder Stickstoff. Je nach Anforderung an die Gebrauchseigenschaften kann man anschließend anlassen oder tiefkühlen und anlassen. Aufgekohlt wird in festen, flüssigen oder gasförmigen Kohlungsmitteln bei Temperaturen über AC3 (
Eisen-Kohlenstoff-Diagramm), wobei sich Einhärtungstiefen von 0,3 bis 4 mm ergeben. Das Härten nach dem Aufkohlen kann erfolgen:
1. unmittelbar aus dem Einsatz (
Direkthärten),
2. nach Abkühlen auf Temperaturen unterhalb AC1 (
Einfachhärten). Dabei liegt die Abschrecktemperatur meist zwischen der beim Kernhärten und der beim Randhärten.
3. zweimalig (
Doppelhärten): Das erste Abschrecken erfolgt unmittelbar aus dem Einsatz und mit Kern-Härtetemperatur, das zweite nach Wiedererwärmen auf Rand-Härtetemperatur.