Ferromagnetische Werkstoffe besitzen unterhalb einer kritischen Temperatur (Curie-Temperatur) eine spontane Magnetisierung. Im ferromagnetischen Kristall sind dabei alle Spinmomente parallel ausgerichtet. Ohne äußeres Feld zerfällt die Magnetisierung in eine Anordnung verschieden orientierter Bereiche. Diese energetisch günstigere Anordnung nennt man Weissche Bezirke. Sie werden durch sogenannte Blochwände begrenzt. Die Blochwände werden in ihrer Bewegung durch Hindernisse (Gitterfehler, innere Spannungen, Einschlüsse, Korngrenzen) gehemmt. Bei Magnetisierungsänderungen springen die Blochwände von einem Hindernis zum anderen, induzieren so Mikrowirbelströme, die an der Werkstoffoberfläche zu messen sind. Somit können Rückschlüsse auf Gefüge und Eigenschaften des Werkstoffs gezogen werden. In weichmagnetischen Werkstoffen (z.
B. Fe-Legierungen mit ca. 4 % Si, Legierungen auf Basis Fe-Co, Fe-Al oder Fe-Ni) kann die
B. leicht ablaufen; in hartmagnetischen Werkstoffen wird die
B. durch einen hohen Gehalt an Gitterfehlern stark behindert.